Die Katharinenkirche in Oppenheim – Die zweitgrößte lutherische Kirche in Deutschlands

Die Katharinenkirche in Oppenheim gilt als die zweitgrößte lutherische Kirche in Deutschland und als größte Kirche am Rhein, abgesehen von den katholischen Kathedralen in Köln und Straßburg. Auch diese Kirche wurde ursprünglich als katholisches Gotteshaus erbaut, wurde jedoch später in eine evangelische Kirche umgewandelt. Auch als solches durchlebte die Katharinenkirche eine turbulente Geschichte; war sie ab dem Jahre 1556 eine lutherische Kirche, so wurde sie im Jahre 1565 in eine reformierte Kirche umgewandelt. Seit dem Jahre 1822 wird die Kirche jedoch von den Lutheranern und den Reformierten gemeinsam genutzt.

Das Datum der Grundsteinlegung für die Katharinenkirche ist nicht überliefert worden. Forscher gehen jedoch davon aus, dass der Bau um das Jahr 1262 begonnen hat. Aus dem Jahre 1291 sind dann auch gesicherte Hinweise vorhanden, dass sich die Kirche in Bau befand. Die Benutzung als Gotteshaus dürfte im Jahr 1317 begonnen haben, aus dieser Zeit ist überliefert, dass der damalige Mainzer Erzbischof die Kirche geweiht hat. Die Kirche dürfte zu dieser Zeit aber noch kleiner gewesen sein. Aus dem Jahren 1340 und 1400 ist aber überliefert, dass das die Kirche weiter ausgebaut wurde. 1689 kam es zur teilweisen Zerstörung der Kirche durch die Franzosen. Erst 1834 bis 1845 wurde die Kirche in der Folge wieder hergestellt. Da die Bevölkerung noch immer unzufrieden mit dem Resultat war, wurde zwischen 1879 und 1889 eine weitere Renovation unternommen, weiter Arbeiten fanden aber noch bis 1937 statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in den 1950er Jahren eine weitere Renovierung und Instandhaltung unternommen.

Wie für lutherische und reformierte Kirchen üblich, ist auch die Katharinenkirche in Oppenheim schlicht gehalten. Erhalten geblieben sind jedoch die kunstvoll verzierten Grabmäler von lokalen Adeligen, welche noch aus Zeiten vor der Reformation stammen. Zu finden sind unter anderen die Grabmäler von Johann Kämmerer von Worms und dessen Frau, von Wolf II. von Dalberg und von Wolfgang von Dalberg.